Cyanobakterien sind kleinste Bakterien. Weil sie wie Pflanzen Fotosynthese betreiben können, zählten sie früher zu den höher entwickelten Algen, so auch der veraltete Name „Blaualgen.“ Sie gehören zu den Urwesen auf unserem Planeten, geschätzte zweieinhalb Milliarden Jahre alt. Ihnen verdanken wir, dass es Sauerstoff in der Atmosphäre gibt. Sie haben also die Grundvoraussetzung für Leben auf der Erde geschaffen. Aus evolutionärer Sicht gehören sie zu den erfolgreichsten Arten, die heute Ökosysteme im Wasser und an Land in allen Klimazonen besiedeln.
Ihren schlechten Ruf verdanken sie ihrer Eigenschaft Substanzen produzieren zu können, die auf die Organismen der Gewässer und den Menschen giftig (toxisch) wirken können und daher kurz als Cyanotoxine bezeichnet werden. Wie bei allen Naturstoffen ist die Frage der Giftigkeit eine Frage der Dosis. Nur wenn sehr viele Cyanobakterien auftreten besteht die Möglichkeit hoher Cyanotoxin-Konzentrationen und somit einer Gefährdung für Menschen.
Ab ins Blaue - Baden mit Cyanos
Cyanobakterien "Blaualgen" in unseren Seen
- Informationsflyer (pdf 1.2 MB)
Bildergalerie
Weiterführende Informationen
- Algen und Badewasserqualität - Informationen des Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales
- Cyanocenter am Umweltbundesamt
- Information des Umweltbundesamtes: Baden ist gesund - aber es gibt Risiken
- Forschung am Leibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei im Forschungsverbund Berlin e.V.
- Forschung an der BTU Cottbus
- Forschung am Kompetenzzentrum Wasser Berlin
- Technologien für den Gewässerschutz bei den Berliner Wasserbetrieben
Presse
- Getrübter Badespaß - Sind Blaualgen gefährlich?
rbb, Sendung Ozon - aus Wissenschaft und Umwelt, 6.7.2009
- Cyanobakterien in Berliner Seen
idw online, 28.05.2009 - Ab ins Blaue - Baden mit Cyanos
idw online, 25.05.2009











