
Projekttitel
Weiterentwicklung von Membranverfahren in der Abwasserbehandlung
Projektnehmer
Das Projekt wird koordiniert vom KWB gGmbH
11 weitere Projektpartner sind involviert:
- KMU: A3 GmbH (Deutschland), Inge AG (Deutschland), Millenniumpore Ltd.(Großbritannien), Polymem SA (Frankreich) and Envi-Pure s.r.o. (Tschechien)
- Universitäten: Technische Universität Berlin (Deutschland) und University of New South Wales (Australia)
- Forschungszentren: Flemish Institute for Technological Research (Belgium) und Tecnotessile R.L. (Italy)
- Anwender: Anjou Recherche GIE (Veolia Water, Frankreich) und Aquafin NV(Belgien)
Projektvolumen
Ca. 5.5 Mio € (davon 3 Mio € EU-Förderung)
Projektbeginn
01.10.2005
Laufzeit
36 Monate
Kurzbeschreibung
Im vergangenen Jahrzehnt wurden verstärkt Membranbioreaktoren zur Reinigung städtischer Abwässer eingesetzt. Jedoch selbst mit den nur geringe Kosten verursachenden getauchten Membranen bleibt die MBR-Technologie in den meisten Fällen teurer als konventionelle Systeme. Darüber hinaus wird, trotz vieler Initiativen, MBR-Filtersysteme vor Ort zu entwickeln, der europäische MBR-Markt bis heute von zwei nicht-europäischen Herstellern beherrscht.
Das Forschungsprojekt AMEDEUS hat zum Ziel, beide Probleme zu lösen: die Entwicklung wettbewerbsfähiger europäische MBR-Filtertechnologien zu beschleunigen und gleichzeitig über verminderte Investitions- und Betriebskosten deren Akzeptanz zu erhöhen. Es werden dabei die beiden in Europa bestehenden Märkte für MBR-Technologie anvisiert: der Bau kleiner Anlagen (semi-zentral, 50 bis 2.000 EW, standardisiert und autonom) und mittlerer Anlagen (zentral, bis 100.000 EW), um bestehende Anlagen nachzurüsten. Die technische Entwicklung neuer MBR-Systeme wird von einem aus 12 Partnern bestehenden Konsortium gefördert, wovon 5 KMU neuartige Konzepte für preiswerte und leistungsstarke Filtersysteme einbringen. Zwei Endanwender, drei Forschungszentren und zwei Universitäten, bestens versiert in Forschung und Entwicklung von MBR-Systemen, werden Lösungen entwickeln zur Senkung der Betriebskosten, wie bspw. durch Fouling-Kontrolle, Optimierung der Membranreinigungsleistung, Verringerung der Belüftung, und zur Optimierung der Investitionskosten durch die verbesserte Umsetzung von MBR-Prozessen. Ferner wird das Standardisierungspotential analysiert sowie ein Technologietransfer nach Süd- und Osteuropa in die Wege geleitet, um die dortige Markteinführung zu erleichtern.
AMEDEUS wird konkrete und realistische technologische Erfolge für die MBR-Technologie bringen und die derzeitige Verfahrens- und Betriebstechnik verbessern. Die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen MBR-Marktes wird gesteigert und das MBR-Verfahren zur gängigen Praxis für die städtische Abwasserbehandlung werden.
Das AMEDEUS-Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem EUROMBRA Projekt realisiert, das ebenfalls durch das 6. Rahmenprogramm gefördert wird.
Kontakt
Boris Lesjean (KWB)
boris.lesjean(at)kompetenz-wasser.de
Unterstützt von der Europäischen Kommission, unter finanzieller Beteiligung aller Partner.
Der Beitrag von KWB wird unterstützt von Veolia Water.
Die University of New South Wales erhält eine DESK-Förderung von der Australischen Regierung.
Finanzierung:






